Kurzbeschrieb SAC Bernina

Über 125 Jahre alt, mit fünf Hütten und einem umfangreichen Tourenprogramm sehr aktiv, mit Mitgliedern im Alter von 8 bis über 90 Jahre sind wir ein vielseitiger Club im Oberengadin. 

Sektion Bernina

Wer sind wir

Wir sind eine Sektion des Schweizer Alpenclubs mit rund 1600 Mitgliedern. Das jüngste, aktive Mitglied zählt 8 Jahre, eine Alterslimite nach oben besteht nicht.

Wo leben wir

Unser Sektionsgebiet liegt um den Piz Bernina - von diesem Gipfel stammt auch der Name - im schönsten Hochtal der Alpen, dem Oberengadin sowie dem südlich anliegenden Tal, dem italienisch sprechenden Puschlav.

Aktivitäten

Nebst einem attraktiven Sommer- und Winter-Tourenprogramm für Jung und Alt, geselligen Anlässen, 5 sektionseigenen Hütten, Rettungs- und Lawinenhundewesen, führen wir im Museum Alpin in Pontresina auch eine eigene Bibliothek.

Wie kann ich Mitglied werden

Alle ab 8 Jahren können Mitglied werden. Natürlich freuen wir uns, wenn Sie in irgendeiner Form aktiv an unserem Sektionsleben mitmachen. Aber auch stille Freunde unserer Sektion sind herzlich willkommen. Rufen Sie an oder füllen Sie den Antrag online aus, oder nehmen Sie doch an einer unserer Sektionstouren teil.

Geschichte unserer Hütten

Die SAC Sektion Bernina blickt auf eine über 125-jährige Tradition im Hüttenwesen zurück. Wie in der Jubiläumsschrift „50 Jahre Sektion Bernina S.A.C.“ nachzulesen ist, behandelte das Comité – wie der Vorstand damals noch genannt wurde – schon an seiner ersten Sitzung die Übernahme der Boval-Hütte von der Muttersektion Rätia. 1899 folgte dann bereits der Bau der ersten Tschierva-Hütte auf der Moräne und dann ging es Schlag auf Schlag weiter: 1906 Neubau der ersten Boval-Hütte, 1908 Jürg Jenatsch-Hütte am Piz d’Err, 1912 Übernahme der Chamanna Raschèr von der Gemeinde Zuoz, 1935 Bau der Chamanna d’Es-cha am heutigen Standort, 1945 Mietübernahme Rifugio Saoseo.

Nach wie vor ist die SAC Sektion Bernina stolze Besitzerin der fünf genannten Hütten. Die Ansprüche der Berggängerinnen und Berggänger haben sich in den letzten Jahren gewandelt und es wurde viel in die Infrastruktur investiert. Dank dem höheren Komfort sind die SAC Hütten auch für Vereine und Gruppen aller Art ein beliebtes Ausflugsziel geworden.

Chamanna Boval

1876 erstellt die Führergilde (Bergführerverein) die erste einfache Unterkunft unweit der linken Seitenmoräne des Morteratsch Gletschers. 1906 wird die neue Boal-Hütte etwas oberhalb der ersten Unterkunft gebaut. Diese wird im April 1913 durch eine Lawine zerstört. Der Neubau am heutigen Standort kann bereits im Herbst 1913 eingeweiht werden. Erweiterungsbau 1977 und 1978.

Chamanna d’Es-cha

1895 Bau der Chamanna Raschèr durch die Gemeinde Zuoz. 1912 tritt diese die Hütte an die SAC Sektion Bernina ab. 1913 Umbau der Chamanna Raschèr, 1935 Bau der Chamanna d’Es-cha am heutigen Standort mit 40 Schlafplätzen, 1988 und 1989 Sanierung der Infrastruktur und Erhöhung der Bettenkapazität auf 50.

Chamanna Jenatsch

1908 Bau der Jürg Jentasch-Hütte. 1931 erster Umbau mit Verschindelung, neuem Eingang, Skiraum und Abort. 1949 zweiter Umbau, 1974 Erweiterungsbau. 1993 erfolgt in nur 3 Monaten der Abbruch und Wiederaufbau der heutigen Hütte.

Rifugio Saoseo

Typisches ehemaliges Puschlaver Bauernhaus mit Stall, seit 1945 von der Sektion gemietet. 1973 Kauf der Hütte  mit Paul Nigg (Bergführerverein Pontresina). 1995-96 erfolgt der grosse Umbau in zwei Etappen mit einer neuen Treppe als interne Erschliessung der Stockwerke, Erweiterung der Küche mit neuem Lager und Neugestaltung des Gastraums.

Chamanna Tschierva

1899 Bau der ersten Hütte auf der Moräne des Tschierva-Gletschers. 1931 Umbau und Vergrösserung der Hütte. 1938 Sicherungsarbeiten gegen den Abbröckelungsprozess der Moräne. 1951 Sprengung der Hütte aufgrund des raschen Schwindens des Gletschers. 1951 Bau der neuen Hütte am heutigen Standort mit 50 Schlafplätzen. 1969 Ausbau auf 100 Schlafplätze. 2002/03 findet der grosse Um- und Anbau im Rahmen eines Projektwettbewerbes statt. Es werden die Küche vergrössert, Waschgelegenheiten und Toilettenanlagen ins Gebäude integriert, der Fluchtweg über eine breite Treppe ermöglicht, der Verpflegungsbereich um Sitzplätze für alle Gäste erweitert, eine Kläranlage gebaut und eine Wasserversorgung mit Turbinen zur Stromerzeugung erstellt. Nach einem langwierigen Planungsverfahren und einer kurzen Bauzeit konnte die Sektion am 29. Juni 2003 die umgebaute und erweiterte Chamanna Tschierva feierlich einweihen.