Kurzbeschrieb SAC Bernina

Über 125 Jahre alt, mit fünf Hütten und einem umfangreichen Tourenprogramm sehr aktiv, mit Mitgliedern im Alter von 8 bis über 90 Jahre sind wir ein vielseitiger Club im Oberengadin. 

Fauna

Die Tiere in der näheren Umgebung

Marmotta – marmotta

Haupterkennungsmerkmale: grau bis röstlich gelbes Fell, Kopfoberseite schwärzlich, Schwanzspitze dunkel. 

Länge Kopf bis Rumpf: 45 - 58 cm
Schwanz: 14 - 12 cm
Paarung: April – Mai
Wurf: 2 bis 6 Junge im Mai - Juni
Höhenlage: 1’000 - 3’000 m ü.M.

Das Murmeltier ist ein Nagetier und gehört zur Familie der Hörnchen. Es ernährt sich hauptsächlich von Pflanzen, ab und an erweitern Insekten, Larven und Würmer den Speiseplan. Sein grösster Feind ist der Steinadler. Wird dieser von einem Murmeltier erblickt, gibt es einen langen Pfiff ab, als Warnsignal für Gefahr aus der Luft. Wenn sich, weitaus langsamere Gefahren vom Boden nähern, zum Beispiel Menschen oder Füchse, dann pfeift es mehrere Male hintereinander kurz (natuerlich- online.ch, 2006). Nach einem sechsmonatigen Winterschlaf erwachen Murmeltiere im April. Trotz des starken Gewichtsverlustes über die Winterzeit, nämlich bis zu 50%, versucht es sich als bald zu paaren. „Katzen“, so werden die Weibchen genannt, gebären höchstens alle zwei Jahre. Innerhalb einer Familie wird nur das ranghöchste Weibchen gedeckt, da sonst zu viele Jungtiere im Winterschlaf erfrieren würden. Murmeltiere leben gemeinsam mit ihren Jungen verschiedener Jahrgänge zusammen. Mit anderen Familien zusammen bilden sie Kolonien. Während des Winterschlafes rotten sich die Tiere zusammen, um sich gegenseitig zu wärmen. Die älteren Tiere wachen abwechslungsweise auf und bewegen sich, wenn ihre Körpertemperatur unter 5 Grad fällt. Die Jungtiere in der Mitte schlafen möglichst den ganzen Winter durch, um nicht zu viel Energie zu verbrauchen (Staffelbach, 2011). Die immer wärmer werdenden Sommer sind eine grosse Gefahr für die Murmeltiere. Da sie Hitze schlecht ertragen, sind sie dazu gezwungen mehr Zeit im kühlen Bau zu verbringen als mit der Futtersuche. Dies führt dazu, dass sich die Tiere zu wenig Fettreserven für den Winterschlaf anfressen können, was fatale Folgen haben kann. Entweder sie verhungern während des Winterschlafes oder sie wachen zu früh auf (Hagmann, 2013).

Schneehuhn – lagopos muta

Haupterkennungsmerkmale: Im Sommer sind bei Männchen und Weibchen die Flügel und der Bauch weiss. Das Männchen ist ansonsten grau mit feinen weissen Schuppen. Das Weibchen gelbbraun, ebenfalls mit weissen Schuppen. Im Winter sind die Tiere weiss nur die Schwanzfedern schwarz. Die Männchen haben einen schwarzen Zügelstreifen um die Augen.

Länge Kopf bis Rumpf: 31 - 35 cm
Spannweite: 54 - 60 cm
Höhenlage: 1’400 - 2’800 m ü.M.

Schneehühner ernähren sich von Samen, Beeren und Trieben. Die Männchen tragen besonders zur Brutzeit (Juni bis Mitte August) einen auffälligen roten Wulst über den Augen. Das Schneehuhn ist perfekt an die harten Bedingungen in den Bergen angepasst. Bei Temperaturen über 15 Grad wird es ihm schnell zu heiss und es zieht sich in den Schatten oder in höhere Regionen zurück. Zum Teil bis über 3’500 m ü.M. Im Herbst kommen die Vögel wieder in tiefere Lagen und wechseln dann ihr Kleid. Um sich vor der Kälte zu schützen, ziehen sich Schneehühner in tiefe, selbstgegrabene Schneelöcher zurück. Geschütz durch den Schnee erleiden sie weniger Wärmeverlust. Bei Störungen fliegen sie steil auf und gleitet dann wieder zum Boden.

Steinadler – aquila chrysaetos

Haupterkennungsmerkmale: Flügelspannweite über zwei Meter, Schwanz fächerförmig, Gefieder dunkelbraun, leicht hellerer Schwanz

Ruf: Meist stumm, im Flug manchmal schriller, fast schon winselnder „ twii“ Laut.
Höhenlage: 600 - 2’800 m ü.M.

Die Flügelenden sind runder als beim Bartgeier mit bis nach vorne gespreizten äusseren Handschwingfedern (Staffelbach, 2011). Die Flügelunterseite ist bei adulten Tieren grau mit schwarzer Umrandung. Jungvögel weisen grosse weisse Flügelfelder auf. Die Schwanzfedern der Jungtiere sind ebenfalls weiss mit einer deutlichen schwarzen Binde. Der Steinadler ist erst ab dem fünften Lebensjahr geschlechtsreif. Er baut seine Nester auf Felsvorsprüngen oder in hohen Bäumen, wo er maximal zwei Jungtiere pro Jahr gross zieht. Seine Beute besteht aus Hasen, Murmeltieren, jungen Gämsen und Vögel (Dierschke, 2007). Mit seinen Adleraugen kann er ein Schneehuhn bereits aus einer Distanz von 3 km sichten. Im Winter muss ein Steinadler schon mal vier bis sechs Wochen ohne Nahrung auskommen. In dieser Zeit ist er auf Aas von verunglückten Tieren angewiesen. Ohne diese raren Funde würde er die harten Wintermonate wohl nicht überleben. Der Steinadler wurde vom Menschen beinahe ausgerottet. Seit er unter Schutz steht, konnte er sich allerdings gut erholen und ist heute in den meisten Bergregionen zu Hause (Staffelbach, 2011).

Bartgeier – gypaetus barbatus

Haupterkennungsmerkmale: Sehr grosse Flügelspannweite bis fast drei Meter, Schwanz rombusförmig, Flügel spitzer zulaufend als beim Steinadler, Körperunterseite zwischen weiss, beige und rostorange.

Ruf:Meist stumm, im Balzflug manchmal schrille, pfeifende Laute und Triller.
Höhenlage: 1’000 - 3’000 m.ü.M. (im Mount Everest auch schon auf 7’800 m.ü.M. gesichtet)
Rote Liste: Regional ausgestorben, in ganzer CH geschützt

Der Bartgeier ist ein Aasfresser, wobei er auch die Knochen nicht verschmäht. Um diese zu öffnen, lässt er die Knochen im Flug aus grosser Höhe fallen. Haben Bartgeier mal einen Partner gefunden, leben sie meist ein Leben lang monogam zusammen. Ihre Nester bauen sie in Felswänden, wo sie ein bis zwei Eier pro Jahr ausbrüten. Früher kamen Bartgeier von Afrika bis Zentralasien vor. Sie wurden allerdings stark bejagt, was im 19. Jahrhundert zu ihrem Aussterben führte. 1986 wurden sie im Rahmen eines internationalen Schutzprogrammes wieder angesiedelt. In Österreich, Frankreich und der Schweiz wurden im Alpenraum 140 Vögel ausgesetzt. Die ersten Aufzuchten in freier Wildbahn konnten 1997 beobachtet werden. Seither kann der Bartgeier wieder im ganzen Alpenraum gesehen werden.

Alpendohle – pyrrhocorax graculus

Haupterkennungsmerkmale: Taubengrosser, schwarzer Vogel mit gelbem Schnabel und roten Füssen. Oft in Scharen anzutreffen, sehr ruffreudig, Luftakrobaten.

Ruf: Hohes rollendes „zirr“, ruft sehr häufig
Höhenlage: 900 - 3’800 m ü.M.
Rote Liste: Nicht gefährdet, in ganz CH geschützt

Alpendohlen sind wohl jedem Wanderer bekannt. In der Nähe von Bergrestaurants begeistern sie Touristen mit ihren akrobatischen Flugmanövern und schrillen Rufen. Sollte durch Schlechtwettereinbrüche die Nahrung in den Bergen knapp werden, fliegen die Dohlen auch im Sommer talwärts und kreisen dort über den Dörfern. Am Abend kehren sie allerdings immer wieder zurück in die Berge, wo sie ihre Schlafplätze haben. Solche Talbesuche gelten als Vorboten für frühen Schnee. Die Vögel leben monogam bis zu acht Jahre zusammen. Sie bauen ihre Nester in Felsspalten oder Höhlen, wo sie pro Jahr vier bis fünf Junge aufziehen. Alpendohlen können bis zu 23 Jahre alt werden.

Hermelin – mustella erminea

Haupterkennungsmerkmale: Schwanz mit schwarzer Endquaste und eher lang. Trennlinie von Braun zu weiss gerade.

Länge Kopf bis Rumpf:21 - 37 cm
Schwanz: 7 - 13 cm
Paarung: April – Juli
Wurf: März - April
Höhenlage: Tiefland bis über 3’000 m ü.M.

Hermeline sind grösser als Mauswiesel und haben einen längeren Schwanz. Um in der Winterlandschaft nicht aufzufallen, verfärbt sich ihr Fell weiss. Eine Ausnahme bildet die Schwanzquaste, welche ganzjährlich schwarz bleibt. Das Weibchen paart sich schon wenige Wochen nach seiner Geburt. Da sich die befruchtete Eizelle mit Verzögerung einnistet, wirft sie fast ein Jahr nach der Befruchtung (Alderton, 2009). Mit ihrem agilen Körperbau sind die Tiere bestens für die Jagd ausgerüstet. Wenn möglich ernähren sie sich Wühlmäusen. Wenn diese nicht abkömmlich sind, greifen sie auch auf andere Nager, Vögel, Schnecken und junge Hasen zurück. Dank ihrer Angriffslust und ihrer Agilität müssen diese Tiere kaum Angst vor Feinden haben. Nur Greifvögel und Füchse können dem Hermelin etwas anhaben.

Schneehaase Lepus timidus

Haupterkennungsmerkmale: Fell im Winter weiss, im Sommer braun. Der Schwanz bleibt ganzjährig weiss, die Ohrspitzen schwarz

Länge Kopf bis Rumpf: 48 - 60 cm
Risthöhe: 70 - 85 cm
Paarung: März – Juli
Wurf: April - Mai oder Juli - August
Höhenlage: 800 - 3’500 m ü.M.

Der Schneehase hält sich im Sommer oberhalb der Waldgrenze auf. Er ernährt sich von Beeren, Gräsern und Zwergsträuchern. Im Winter bevorzugt er lichte Nadelwälder, wo er sich vermehrt von Sträuchern und Baumrinde ernähren kann. Mit seinen behaarten Fusssohlen kann er besonders gut auf Schnee laufen. Zudem ist er fähig die Zehen sehr weit zu spreizen was ihm das Vorankommen im Schnee erleichtert. Schneehasen graben selten Höhlen. Sie verstecken sich eher unter Zwergsträuchern, Wurzeln und Steinen. Im Winter sind sie allerdings genötigt, Löcher in den Schnee zu graben, um Nahrung zu finden oder auch zum Schutz vor Kälte und Räubern. Uhu, Luchs und Fuchs zählen zu den Hauptfeinden der Schneehasen. Für Jungtiere kann auch der Kolkrabe zum tödlichen Feind werden. Um vor ihren Prädatoren sicher zu sein, lassen sich Schneehasen manchmal über einen halben Meter tief einschneien. Die Tiere sind vor allem in der Nacht oder der Dämmerung aktiv. An ungestörten Orten sind sie manchmal auch tagsüber zu sehen (Staffelbach, 2011).

Gämse – rupicapra rupicapra

Haupterkennungsmerkmale: Hakenförmige Hörner bei beiden Geschlechtern. Schwarz-weisses Gesicht. Länge Kopf bis

Rumpf: 120 - 150 cm
Risthöhe: 70 - 85 cm
Paarung: April – Mai
Wurf: 1 - 2 Junge im Mai - Juni
Höhenlage: 1’000 - 3’000 m ü.M.

Gämsen sind hervorragende Kletterer. Sie bevorzugen steile, felsige Bergwälder. Im Sommer sind sie auch oft über der Waldgrenze zu sehen, weil sie da ihre Ruhe haben. Die einzige Gefahr, die ihnen dort oben droht, kommt aus der Luft. Der Steinadler jagt gerne junge Gämsen. Die Tiere leben, ausser in der Brunftzeit, in geschlechtergetrennten Herden. Männchen haben stärker gekrümmte Hörner als die Weibchen, was aus der Distanz allerdings nur schwer erkennbar ist. Ältere Männchen sind meistens alleine unterwegs. Gämse halten einen viel grösseren Sicherheitsabstand zu Menschen als Steinböcke dies tun. Sie brauchen vor allem im Winter Ruhe vor menschlichen Störungen. Da das Futter im Winter knapp und weniger nahrhaft ist, kann eine energieraubende Flucht den Tod bedeuten. Die Gämse ernährt sich im Sommer von Kräutern und Gräsern und im Winter von Trieben (Staffelbach, 2011).

Steinbock – capra ibex

Haupterkennungsmerkmale: Böcke haben grosse bis zu 1m lange Hörner mit Knoten. Geissen sind kleiner und haben kurze Hörner.

Länge Kopf bis Rumpf: 115 - 170 cm
Risthöhe: 70 - 95 cm
Paarung: Dezember - Januar
Wurf: 1 - 2 Junge im Juni
Höhenlage: 1’600 – 3’300 m ü.M. (kurzfristig auch höher)

Der Steinbock braucht steile, felsige Hänge. Während des Sommers hält er sich in höheren Gegenden auf, wo es kühler ist. Er ernährt sich dann hauptsächlich von Gräsern. Im Winter sucht er möglichst schneefreie, nach Süden gerichtete Hänge auf. In der kalten Jahreszeit ernährt er sich auch von Polsterpflanzen und Gehölzen. Steinböcke leben genau wie Gämse die meiste Zeit in geschlechtergetrennten Gruppen. Bereits im Sommer kämpfen die Böcken um die Rangordnung, so dass es zur Paarungszeit selten zu Auseinandersetzung kommt. Zwischen Dezember und Januar schliessen sich die Böcke einer Herde an, um sich zu paaren. Im Juni gebären die Geissen meist ein Junges, selten sind es zwei. Steinböcke können schon im Alter von zwei Tagen springen. Im Gegensatz zum Geweih der Hirsche werfen Steinböck ihre Hörner nicht ab. Sie wachsen ein Leben lang. Um 1850 war der Steinbock in der Schweiz ausgestorben. Er wurde 1911 erstmals wieder angesiedelt und hat sich bis heute gehalten. Die Tiere sind in der ganzen Schweiz geschützt, sie werden aber dennoch kontrolliert gejagt.

Kreuzotter – vipera berus

Haupterkennungsmerkmale: Senkrechte, schlitzförmige Pupillen. Hinterkopf ist häufig mit dunkler Zeichnung in Form eines V oder X versehen. Dunkles Band auf dem Rücken in Zickzack Form, selten isolierte Querbänder.

Paarung: April – Mai
Geburt: August - Oktober
Höhenlage: Bergwälder bis 3’100 m ü.M.

Die Kreuzotter ist nebst der Aspis Viper die einzige Giftschlange in der Schweiz. Beide Giftschlangen haben ein gemeinsames, unverwechselbares Merkmal, welches sie von ihren nicht giftigen Artgenossen unterscheidet, nämlich die schlitzförmigen, senkrechten Pupillen. Ungiftige Schlangen haben hier zu Lande runde Pupillen (Staffelbach, 2011). Das Gift der Kreuzotter ist für den Menschen in der Regel nicht tödlich, kann aber einen langen Heilungsprozess nach sich ziehen. Am giftigsten sind die Tier im Frühjahr nach der Winterruhe. Sie sind in dieser Jahreszeit allerdings selten anzutreffen, da es immer noch relativ kalt ist. Kreuzottern sind keine aggressiven Schlangen. Wenn möglich gehen sie Konflikten aus dem Weg. In ihrer Färbung sind sie stark variabel. Es gibt solche, die sehr dunkel bis ganz schwarz sind, sogenannte „Schwärzlinge“, die bis über 50 % einer Population ausmachen können. Die Schwärzlinge werden im Volksmund auch „Höllenottern“ genannt. Kreuzottern legen keine Eier, so wie andere Schlangen, sondern gebären ihren Nachwuchs direkt. Die Weibchen sind im Alter von drei Jahren geschlechtsreif, die Männchen sogar erst mit fünf Jahren.

Alle zwei Jahre gebären sie im Schnitt acht Junge. In guten Jahren können es bis zu 20 Junge sein (Dierschke, 2007). Das Habitat der Kreuzotter ist sehr vielfältig. Man findet sie in grossflächigen, ungestörten Gegenden mit Sonnenplätzen und Versteckmöglichkeiten, zum Beispiel auf Alpenweiden, in Magerrasen, Waldlichtungen, Mooren und Geröllhalden. Die Kreuzotter ernährt sich von kleinen Säugetieren wie Mäusen und Vögel, aber auch Amphibien und Eidechsen stehen auf dem Speiseplan. Sie schleicht ihre Beute an und verpasst ihr den Todesbiss. Im Gegensatz zu anderen Schlangen lässt sie die Beute dann wieder los und wartet bis das Tier tot ist. Später findet sie ihre Mahlzeit anhand ihres feinen Geruchssinnes wieder. Da ihr Lebensraum immer mehr eingeschränkt wird, ist die Kreuzotter stark gefährdet. Sie ist in der ganzen Schweiz geschützt (Staffelbach, 2011).

Grasfrosch – rana temporaria

Haupterkennungsmerkmale: Meist mit dunkelbraunem Schläfenfleck. Ist plumper und hat kürzere Beine als der ähnliche Springfrosch. Abgerundete Schnauze.

Länge Kopf bis Rumpf: 6 - 10 cm
Paarung: Februar - April
Höhenlage: colin - alpin à 200 - 2’600 m ü.M.

Grasfrösche sind sehr unterschiedlich in der Farbe von braun, oliv, über gelb, orange, rötlich bis grau kommt alles vor. Im Gebirge sind sie sehr dunkel gefärbt. Wie alle Amphibien wandert auch der Grasfrosch im Frühjahr zurück zu seiner Geburtsstätte, um sich dort zu paaren und bis zu 4000 Eier in Form eines Laichteppichs abzulegen. Danach ziehen sie sich meist in ein Erdversteck zurück, bevor sie im Sommer wieder aktiv werden. Zwischen Oktober und November wandern die Frösche in ihre Winterquartiere, wo sie sich in den Boden eingraben und in die sogenannte Winterstarre verfallen bis die Temperaturen wieder wärmer werden. Einige Frösche überwintern auch unter Wasser in zugefrorenen Teichen.

Bär – ursus arctos

Haupterkennungsmerkmale: Hervorstehender Schulterbuckel. Breiter, rundlicher Kopf.

Länge Kopf bis Rumpf: 150 - 220 cm
Risthöhe: 75 - 110 cm
Paarung: Mai - Juli
Wurf: 1 - 2 Junge, Dezember - Februar
Höhenlage: ursprünglich Tiefland bis subalpine Stufe

Bären sind seit 1904 in der Schweiz ausgerottet. Seit 2005 bekommen wir gelegentlich Besuch von einzelnen Bären aus dem Trentino, welche im dortigen Nationalpark Anfang 2000 wieder angesiedelt wurden. Bären sind von Natur aus scheue Tiere. Sie gehören zu den Allesfressern, wobei ihr Speiseplan überwiegend vegetarisch ist. Sie ernähren sich von Beeren und Wurzeln, im Spätsommer kommen Käfer und Larven, Aas sowie Nektar dazu. Sie sind in Bezug auf Nahrung sehr opportunistisch, was zu Konflikten mit dem Menschen führen kann. Eine unbeaufsichtigte Schafherde kann eine willkommene Abwechslung im Speiseplan bedeuten. Der Bär ist in der ganzen Schweiz geschützt.