Chörbschhorn
Im Engadin lässt der grosse Schneefall immer noch auf sich warten. Davos hat während den letzten Tagen etwas mehr von der weissen Pracht bekommen. Wieso also nicht mit der RHB ein Ausflug nach Nordbünden machen?
Die Idee fand zwar keinen grossen Anklang, aber immerhin zu dritt stampften wir gegen halb 10 von Frauenkirch los. Die ersten zwei Stunden im leichten Schneefall, aber weiter oben dann unter blauem Himmel. “Dank” der südseitigen Lage war die Unterlage dürftig bis inexistent. Die Gedanken an die Abfahrt verdrängten wir noch etwas. Im letzten Drittel legte die Schneedecke dann massiv zu und die Spurerei wurde zum Kraftakt, hatte doch der Wind ansehliche Schneemengen in den Mulden zusammengetragen. Zum Glück führt die komplette Route durch mässig steiles Gelände und so war die angespannte Lawinengefahr kein Problem.
Die Gipfelrast war wegen dem bissigen kalten Wind nur kurz. Beim Aufstieg hatten wir bereits eine Planänderung angedacht und uns entschieden nach Westen abzufahren nochmals kurz aufzusteigen und dann über mässig steile Hänge abzufahren. Der Plan ist aufgegangen und wir konnten eine schöne Pulverschneeabfahrt ohne Steinkontakt geniessen. Eindrücklich waren die diversen Fernauslösungen, die uns aber dank vernünftiger Spurwahl nicht tangierten. Bei erheblich oder erheblich+ bewährte es sich die CAT und ATH-Kartenlayer von Whiterisk zu berücksichtigen.
Nach einem kurzen Boxenstopp auf der Staffelalp legten wir einen Teil der Fahrstrasse durch den Wald unseren Ski zuliebe zu Fuss zurück und erreichten dann mit ein paar letzten Schwüngen über sanfte Wiesen den Bahnhof Frauenkirch.
Nach diversen Pistenskitouren hat der Skitourenwinter nun endlich begonnen!
Corina, Andy & Philipp