Sommer 2026 27.06.2026

Piz Morteratsch – by fair means mit dem Bike

By fair means starteten wir frühmorgens von Celerina und St. Moritz aus mit dem Bike durchs Val Roseg in Richtung Piz Morteratsch. Wir deponierten die Bikes im Wald unterhalb der Alp Misaun und setzten den Zustieg zu Fuss fort. Vorbei an der noch (oder wieder?) ruhigen Chamanna da Tschierva kamen wir zügig und bestens motiviert in Richtung Vadrettin da Tschierva voran. Die Verhältnisse präsentierten sich hochsommerlich, sodass wir ohne Stirnlampen und bei warmen Temperaturen im T-Shirt unterwegs waren.

Am Anseilplatz unterhalb des Piz da Tschierva angekommen montierten wir die Steigeisen, bevor wir eingebunden und teils tief spurend in Richtung des Nordgrates weitergingen. An diesem angelangt konnten wir einer guten Spur folgend die noch nicht vollständig ausgeaperte Westflanke am kurzen Seil emporsteigen.

Auf der Crasta da Mmorteratsch angekommen machte sich Sebastians Besteigung über den Südwestgrat und der anschliessende Abstieg über den Nordgrat nur wenige Tage zuvor bezahlt. Daher liesen wir den stellenweise stark ausgeaperten und brüchigen Felsgrat rechts liegen und setzten unsere Tour auf dem Normalweg durch die Ostflanke fort. Diese Wahl zahlte sich aus und erlaubte uns einen flüssigen und flotten Aufstieg.

Am Gipfel angekommen, wurden wir mit besten Bedingungen und eindrücklicher Aussicht belohnt. Dank des frühen Starts genossen wir eine kurze, aber umso schönere Gipfelrast gemeinsam mit dem zweiten Team der SAC Sektion Bernina, welches von der Bovalseite aufgestiegen war.

Der Abstieg erfolgte auf der Aufstiegsroute. Der aufgeweichte Schnee erinnerte uns hierbei daran, zügig und konzentriert abzusteigen. Insgesamt präsentierten sich die Verhältnisse noch gut, was ohne Neuschnee jedoch bald ein Ende haben dürfte. Biancograt und Schneekuppe präsentieren sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison in weiten Teilen blank.

Der Rückweg zur Tschiervahütte gestaltete sich ohne besondere Vorkommnisse, so dass wir ausgiebig bei Caro und ihrem Team pausieren konnten – und sogar Zeit für Nickerchen vorhanden war.

Alsbald setzten wir den Fussmarsch zu unseren Bikes fort, um vor den prognostizierten Gewittern wieder zu Hause zu sein. Die rassige Abfahrt hinaus aus dem Val Roseg bildete den gelungenen Abschluss einer rundum stimmigen Hochtour.

Grazcha fich für die lässige Tour an Miro und Thomas!

Sebastian