Ersatzneubau der Chamanna da Boval

Die SAC Sektion Bernina plant den Ersatzneubau der Chamanna da Boval, einer bedeutenden Berghütte im Morteratschtal. Das Siegerprojekt «Mauerläufer» des Architekturbüros Mulder Zonderland überzeugte die hochkarätig besetzte Jury als qualitätsvolle und selbstverständliche Lösung. Der Entwurf bietet die optimale Aussicht auf das einzigartige Panorama des Morteratschgletschers und die Gipfel der Berninagruppe.

Wir brauchen Ihre Unterstützung um die Zukunft dieser bedeutenden Berghütte im Morteratschtal zu sichern.

 

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Projektdossier

Bedeutung und Standort

Die Bovalhütte liegt im «Festsaal der Alpen» und ist zu Fuss oder mit den Ski in zwei Stunden vom Bahnhof Morteratsch erreichbar. Sie dient als idealer Ausgangspunkt für Hochtouren, bietet einen hütteneigenen Klettergarten und atemberaubende Aussicht auf Pers- und Morteratschgletscher sowie den höchsten Berg der Ostalpen, den Piz Bernina (4’049 m). Als Teil des SAC-Netzwerkes von über 150 Hütten ist sie ein wichtiger Stützpunkt für Bergsteiger:innen und touristisches Ausflugsziel für Tagesgäste.

Am Standort der ursprünglich 1918 errichteten Chamanna da Boval ist der neue Holzbau um circa 35 Grad gedreht verortet. Dadurch werden die Eingriffe in die Umgebung und der Aushub auf ein Minimum reduziert. Die Nähe zum Bestand wird bewusst gesucht, um eine Verbindung zwischen Neubau und dem bestehenden Untergeschoss zu ermöglichen. Durch ihre Setzung ist die neue Bovalhütte beim Aufstieg der Gäste bereits etwas früher sichtbar und dient als wertvoller Orientierungspunkt.

Das Siegerprojekt «Mauerläufer»

Nach einem nationalen Architekturwettbewerb mit 69 Einreichungen wurde das Projekt «Mauerläufer» im Juni 2025 prämiert. Der Entwurf zeichnet sich durch ein effektives Raum- und Bewirtschaftungskonzept mit hellen Gästezimmern und einer ökologisch nachhaltigen Photovoltaik-Anlage als zentrale Stromquelle aus. Auch ist der Entwurf der kostengünstigste und gleichzeitig betrieblich überzeugendste.

Oberstes Ziel war es, ein möglichst schlankes und leichtes Tragwerkkonzept mit nachhaltigen Materialien zu entwickeln. Dabei wurde auf einen direkten Lastabtrag und eine möglichst lineare Lastverteilung auf die Fundation geachtet. Der Holzbau wird auf einer Stahlunterkonstruktion aufgerichtet. Das Gebäudevolumen ist so gewählt, dass das Aushubvolumen auf ein Minimum reduziert ist. Sowohl der Stahl- als auch der Holzbau profitieren von einem hohen Vorfabrikationsgrad und werden vor Ort lediglich noch montiert. Die Elementbauweise ermöglicht eine effiziente Bauzeit und schont so das alpine Ökosystem.

News

Boval

31.07.2026

Bovalhütte: Start in die Bauprojektphase

Mit der Freigabe des Vorprojektdossiers durch die Hüttenkommission des SAC-Zentralverbandes hat das Projekt «Ersatzneubau…

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Boval

30.06.2026

Bovalhütte: Vorprojektphase im 1. Halbjahr

Seit Jahresbeginn hat das Projekt «Ersatzneubau Chamanna da Boval» spürbar an Fahrt aufgenommen.

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Boval

15.01.2026

Auftaktsitzung AG Boval

Nach dem überwältigenden “Ja” der Sektionsmitglieder zum Projekt Ende November fand am 14. Januar die Auftaktsitzung mit…

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Finanzierung

Die Finanzierung basiert auf vier Säulen: Eigenmittel der SAC Sektion Bernina, institutionelle Beiträge von Bund, Kanton und Gemeinden, Mittel des zentralen SAC-Hüttenfonds sowie private Beiträge durch Stiftungen, Gönner und Sponsoren. Der Kanton Graubünden hat die steuerliche Abzugsfähigkeit für Unterstützungsbeiträge bestätigt. Unterstützer können symbolische Patenschaften von Hüttenräumen und -elementen übernehmen, beispielsweise für eine Sitzgelegenheit im Gastraum, ein Gästezimmer oder den Helikopterlandeplatz.

Nachhaltigkeit

Der Bestand wird während des gesamten Bauprozesses als Ressource betrachtet, um so viel Material wie möglich am Ort zu belassen und wiederzuverwenden. Das aus dem Rückbau gewonnene Holz wird, wenn möglich, auf Mass gebracht und in der Fassade wiederverwendet. Das ehemalige Untergeschoss wird erhalten und an das Untergeschoss des Ersatzneubaus angeschlossen. Dadurch werden Helikopterflüge auf ein Minimum reduziert und sowohl ökonomische als auch ökologische Nachhaltigkeit erzielt.

Zeitplan und Meilensteine

Das Projekt folgt einem strukturierten Zeitplan, welcher die Baubewilligung in 2027, den Baubeginn in 2028 und die Einweihung in 2029 vorsieht.

Energie

Beide Dachflächen des geknickten Pultdachs werden den ganzen Tag über besonnt und sind günstig für eine PV-Anlage ausgerichtet, welche als zentrale Energiequelle im Sommer dient. Zusätzlich gewährleisten PV-Module an der Fassade die Stromversorgung im Winter. Die gewonnene Energie wird in Batterien gespeichert. Zur Wärmegewinnung wird zusätzlich ein Holzspeicherofen mit Wasserwärmetauscher betrieben.

Impressionen